Die Geschichte des Dorfes
Das Dorf Blanot wurde 927 dem Kloster von Cluny von Liebaud und Doda de Brancion geschenkt.
Die Mönche errichteten ein bäuerliches Landgut um die Kirche, die dem Heiligen Martin geweiht wurde. Obwohl dieses Landgut niemals als Wohnsitz eines Doyen diente, spielte es doch in der Verwaltung der Güter zwischen Cluny und Brancion eine wesentliche Rolle.
Nicht weit entfernt, auf dem Höhenrücken, der das ganze Nordmaconnais überragt, gründeten die Mönche eine Einsiedelei an der Stelle, auf der im Altertum ein heidnischer Tempel gestanden hatte. Seit dem 5.Jahrhundert soll der Ort dem Kult des Heiligen Romain gewidmet gewesen sein.
Die Einsiedelei wurde als Stätte der Ruhe und der Meditation geschätzt; sie wurde offensichtlich zur Zeit des Abtes Pierre le Venerable im 12.Jahrhundert von besonders vielen Gläubigen aufgesucht. Während der französischen Revolution wurde sie verkauft. Nichts ist von der Einsiedelei übriggeblieben.
Ein wunderschönes Ensemble im Maconnais
St.Martin
Man betritt die romanische Kirche St.Martin, Ende des 11.Jahrhunderts erbaut, von der Südseite. Längsschiff, von einem Dachstuhl überbaut, Querschiff und die Apsis, der viereckige Turm über der Vierung mit seinen lombardischen Arkaden und Blenden stammen aus dieser Zeit.
Das Dach stammt aus dem 18.Jahrhundert. Der größte Teil der Oriorei??fälschlicherweise so genannt, heute in Privatbesitz ?datiert aus dem 15.Jahrhundert. Sie wurde über dem merowingischen Gräberfeld aus dem 6. oder 7.Jahrhundert errichtet.
Neben den Gebäuden können Sie drei erhaltene Gräber, die mit
Steinplatten bedeckt waren, sehen. Die Oriorei?beherbergte vermutlich die weltlichen Verwalter des cluniazensischen Gutes.